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 Wolf und Luchs auf der Baar -  Nachruf verfrüht?

Votragsabend mit W. Hockenjos  am 23. 11. beim Baarverein


Auf der waldarmen, dicht besiedelten und von Verkehrsachsen durchzogenen Baar plötzlich einem wildlebenden Wolf oder Luchs zu begegnen – klingt das nicht doch ein wenig allzu sehr nach Jägerlatein? Wo doch die Großraubtiere bei uns seit Jahrhunderten ausgerottet sind. Doch Baden-Württemberg ist neuerdings Wolfserwartungsland, und im zuständigen Stuttgarter Ministerium schmieden sie gerade an einem Wolfsmanagementplan. Der Besuch von Wölfen ist nur noch eine Frage der Zeit, sagen die Experten. Unklar ist nur noch, ob sie von Osten oder von Süden zuwandern.

 

                    Auf leisen Sohlen zurück in die Baar? Ein Luchs bei der Winterpirsch.  

                                                      Foto: Klaus Echle, Freiburg


Und eine Luchs-Initiative Baden-Württemberg e. V.  kümmert sich seit einem Vierteljahrhundert um versprengte Luchse unbekannter Herkunft. Zusammen mit der Freiburger Forstlichen Versuchsanstalt werden seit Jahren Luchsbeobachtungen dokumentiert. Weil aber die große Katze mit den Pinselohren bei uns nicht von allein in der Lage sein wird, wieder einen Bestand zu bilden, wird seit Jahren über ein wissenschaftlich begleitetes Luchs-Wiedereinbürgerungsprojekt gestritten. Bauern fürchten Nutzviehverluste, Jäger die Beutekonkurrenz durch den natürlichen Feind des Rehwilds. Zu Recht? Den Naturschützer freut die Zunahme an Biodiversität: Wolf und Luchs sind mittlerweile streng geschützt.


Wolf Hockenjos, der Vortragende, war Forstamtsleiter in Villingen-Schwenningen und hat die nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl und der davon verursachten Verstrahlung des Wildbrets neuentbrannte Diskussion um die Rolle der großen Beutegreifer hautnah miterlebt. Als Initiator und Vorstandsmitglied der Luchs-Initiative, zugleich als Buchautor und forstlicher Referent des Landesnaturschutzverbands kennt er sich aus mit den Chancen und Risiken, die sich ergeben könnten aus der Rückkehr von Luchs und Wolf.


Beiden großen Raubwildarten wie auch dem letzten hier erlegten Bären hatte Kurt Stephani in seinem 1938 vom Baarverein herausgegeben Buch  „Geschichte der Jagd in den schwäbischen Gebieten der fürstenbergischen Standesherrschaft“ einen Nachruf gewidmet. War sein Halali auf die letzten Wölfe und Luchse in unserer Region womöglich doch etwas verfrüht?


Der Baarverein lädt seine Mitglieder und  Freunde herzlich zu einem spannenden Vortrag am Mittwoch, 23. November um 19.30 Uhr im Hotel Grüner Baum in Donaueschingen-Allmendshofen ein.

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Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar Donaueschingen e.V.  | info@baarverein.de