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Samstag / 11.07. / 14 Uhr bis 17 Uhr / Exkursion

Zeitenwende
Ein neues Stadtquartier entwickelt sich aus der ehemaligen Kaserne

Bernhard Kaiser, Bürgermeister a.D. Donaueschingen

Treffpunkt : Donaueschingen , Villinger Strasse 44

Die Teilnehmerzahl ist corona-bedingt auf 20 Personen beschränkt. Daher zwingend Anmeldung bis zum 6. Juli 2020 unter info@baarverein.de
Die Teilnehmer werden anschließend informiert. 



Soldaten gab es in Donaueschingen schon im frühen 18. Jahrhundert als fürstenbergisches Kontingent bis 1806. Diesem folgten das Bürgermilitär und ab 1849 Reichstruppen. Nach vielen Verhandlungen des Rathauses ab 1908 mit der Regierung wurde Donaueschingen 1913 Garnison. Im Ersten Weltkrieg, in der Weimarer Republik, im Dritten Reich waren deutsche Soldaten hier stationiert. Ab 1945 waren es französische Besatzungskräfte, ab 1964 das 110. Französische Infanterieregiment oder kurz 110 RI. Von 1990 an durfte Donaueschingen an einem besonderen Projekt der deutsch französischen Zusammenarbeit teilhaben: es wurde einer der Standorte der Deutsch Französischen Brigade (DFB oder BFA). Zunächst eine deutsche Pionierkompanie und dann das JgBtl 292 machten die Kaserne zu einem binationalem Standort, dem stärksten innerhalb der DFB. Dies änderte sich abrupt mit der Entscheidung der Regierung Frankreichs im Herbst 2013, das 110 RI aufzulösen. Damit verlor die Stadt innerhalb weniger Monate mehr als 2000 französische Mitbürger. Nur wenige Tage nach Bekanntwerden der Entscheidung Frankreichs wurden die Weichen neu gestellt. Der Gemeinderat begriff den Abzug der Franzosen als die städtebauliche Chance, frei werdende Flächen mit fast 150 000 Quadratmetern als neues Stadtquartier in eigener Regie zu entwickeln. Nach schwierigen Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) konnte der Kaufvertrag abgeschlossen werden. Ein städtebaulicher Wettbewerb folgte. Zur Umsetzung des komplexen Projektes wurde die Konversions- und Entwicklungsgesellschaft (KEG) gegründet, die von Mitarbeitern der Stadtverwaltung geführt wird. Zwischenzeitlich wurde bereits zahlreiche Bestandsgebäude veräußert, saniert und wieder genutzt. Gebäude sind abgebrochen worden, um Platz zu schaffen für Neubauten. Die Kindertagesstätte ist vor wenigen Tagen fertig geworden. Der Architektenwettbewerb für den Neubau der Realschule ist abgeschlossen.

Bernhard Kaiser hat den Konversionsprozess seit Ende 2013 initiiert und bis Anfang 2019 begleitet. Das erst am 1. Juli 2020 von der BImA an die Stadt, beziehungsweise die KEG zurückgegebene dritte, sowie letzte Segment der ehemaligen Kaserne und der Siedlung für Soldaten und deren Familien wird in seinem jetzigen Zustand gezeigt und die Zukunftsperspektiven dargestellt.

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