Willkommen beim Baarverein Donaueschingen e.V.
Titel-Aktuelles
Verein
Veranstaltungen
Neues vom Baarverein
Publikationen
Bibliothek
Digitale Bibliothek
Die Baar
Fotogalerie
Mitglied werden
Partnervereine
Förderer
Presse
Linkliste
Kontakt
Impressum
Seitenübersicht

Mittwoch / 6.6. / 19:30 Uhr / Vortrag
Die ältesten Zeugnisse für Kunst, Religion und Musik – eine schwäbische Erfindung.
Die Funde von der Schwäbischen Alb als UNESCO Weltkulturerbe
Prof. Dr. Ernst Seidl
, Museum der Universität Tübingen MUT
Ort: Donaueschingen, Evangelisches Gemeindehaus, Max-Egon-Str. 21 a 

 Bild : Eiszeitpferdchen, MUT Tübingen

In Höhlen der Schwäbischen Alb, genauer im Ach- und Lonetal, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen seit 1930 die ältesten Belege für figürliche Kunst, Musik und Glaubensvorstellungen des modernen Menschen geborgen und erforscht. Die Tierfiguren und Schmuckstücke aus Mammutelfenbein, Figurinen wie die Venus vom Hohle Fels und Knochen-Flöten wurden während der Eiszeit vor rund 40 000 Jahren hergestellt. Sie gelten als einmalige Zeugnisse der Menschheitsgeschichte.

Die UNESCO hat im Juli 2017 sechs Höhlen der Schwäbischen Alb und die entdeckten Kunstwerke zum Weltkulturerbe erklärt: Das zuständige Komitee entschied am 9. Juli 2017 während seiner Sitzung in Krakau, die Fundstellen Vogelherd, Bockstein, Hohlenstein Stadel, Sirgenstein, Geißenklösterle und Hohle Fels sowie die darin geborgenen Artefakte die in die Welterbeliste aufzunehmen.

Damit verfügt die Universität Tübingen nun mit ihrem Museum bereits über den zweiten UNESCO-Kulturerbeeintrag – eine singuläre Auszeichnung für eine Universität mit ihren Sammlungen. Bereits im Jahr 2011 hatte die UNESCO auch die maßgeblich von Tübinger Wissenschaftlern erforschten Pfahlbauten am Federsee gemeinsam mit den Feuchtbodensiedlungen im Alpenraum in die Welterbeliste mit aufgenommen.

Im Museum Alte Kulturen auf Schloss Hohentübingen sind die meisten Originalfundstücke aus den ausgezeichneten Eiszeithöhlen zu sehen, darunter zahlreiche Tierfiguren aus Mammutelfenbein aus der Vogelherd-Höhle und das jüngst entdeckte Fragment einer Flöte aus Gänsegeierknochen.

Der Referent, Ernst Seid ist seit 2088 Direktor des Museums der Universität Tübingen MUT.  Neben anderen Funktonen ist er auch Vorstandsmitglied der „Guernica Gesellschaft“, der „Tübinger Kunstgeschichtlichen Gesellschaft“ und der „Gesellschaft für Universitätssammlungen“/Berlin.

ZurückWeiter

Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar Donaueschingen e.V.  | info@baarverein.de