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 Samstag  / 22.04./ 14:30 bis 18 Uhr/ Exkursion

Der arme Sünder aus der Sintflut ?

Besuch des archäologischen Fischerhaus in Wangen

Mit anschließendem Rundgang durch das jüdische Wangen

Werner Pflüger, Öhningen

Treffpunkt: Öhningen-Wangen, Museum Fischerhaus, Seeweg 1

Fahrgemeinschaft : 13:30 Uhr ab Donaueschingen, Chrisituskirche

Kooperation mit dem Hegau-Geschichtsverein  

>> Fotogalerie

Bild vom Museum Fischerhaus

Seit dem 27. Juni 2011 gehören die Pfahlbausiedlungen in Wangen-Hinterhorn zum Weltkulturerbe der UNESCO. Zahlreiche interessante Funde aus den Siedlungen der Jungsteinzeit sind hier im Museum zu besichtigen, unter anderem auch Originalfunde des Wangener Bürgers Kaspar Löhle, der 1854 als erster die Pfahlbausiedlungen in Deutschland entdeckte. Das Museum befindet sich in einem denkmalgeschützten Riegel-Fachwerkhaus in der Bauweise der Bauernhäuser im Hegau und auf der Höri vor etwa 500 Jahren.

Die Pfahlbauten von Wangen

Am Hinterhorn in Wangen befanden sich vor rund 4000 bis 6000 Jahren jungsteinzeitliche Siedlungen. Entdeckt wurden sie 1854 - als erste Fundstelle am Bodensee überhaupt - durch den ortsansässigen Bauern und Ratsschreiber Kaspar Löhle, der 1856/57 erste Grabungen durchführte. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen durch das Landesdenkmalamt BW kamen Siedlungsflächen der Jungsteinzeit zu Tage. Es konnten mehrere Kulturschichten der Pfyner Kultur (3800 bis 3500 v. Chr.) und der Horgener Kultur (3500 bis 2800 v. Chr.) nachgewiesen werden.

Die Versteinerungen der Öhninger Schichten

Nach dem Ende der Eiszeit kamen die von den Gletschern freigelegten Kalkschichten an die Oberfläche. Bereits um 1500 begann das Kloster Öhningen in Steinbrüchen die feingeschichteten Mergel und Kalke abzubauen. Dabei stieß man auf fossile Einschlüsse, die ab 1708 wissenschaftlich beschrieben und gesammelt wurden.

Über 900 Tierarten und 450 Pflanzenarten wurden unterschieden.
Zu den berühmtesten Fundstücken zählt ein Riesensalamander, der von Johann Jakob Scheuchzer irrtümlich als ein in der Sintflut ertrunkener armer Sünder beschrieben wurde.

Nach dem Besuch des Museums wird ein Spaziergang durch das jüdische Wangen angeboten.

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Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar Donaueschingen e.V.  | info@baarverein.de