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 Donnerstag / 12.11./ 20:00 Uhr

Vortrag

Flusslandschaft der Baar im Wandel 

Gewässerentwicklung in der Quellregion der Donau

Michael Koch, VS-Villingen Elisabeth Korb,

Brigachtal Ort : Donaueschingen-Allmendshofen, Hotel Grüner Baum   

 

Flußmäander und Verwilderung               Flugfoto : Enge


Die Baar wird von der Wasserscheide zwischen Donau und Rhein und damit gleichzeitig von der europäischen Hauptwasserscheide durchzogen. Aufgrund der exponierten, ebenen Hochlage der Baar, fließt das Wasser und damit seine Gewässer in drei Himmelsrichtungen ab. Nach Norden im Neckareinzugsgebiet, nach Süden im Einzugsgebiet des Hochrhein und letztlich der größte Teil des Wassers nach Osten im Donaueinzugsgebiet. Mit dem Zusammenschluss von Brigach und Breg, die aus der Ostabdachung des Mittleren Schwarzwaldes auf die Baarhochmulde fließen, beginnt einer der größten Ströme Europas auf der Baar – die Donau. Die Baar als Quellregion bildet darüber hinaus weiter den Ursprung zahlreicher Gewässer, nicht zuletzt des Neckars, und wird durch diese und das entsprechende Wasserdargebot maßgeblich geprägt.

Donauverlauf 1793 östlich der FF-Residenz in Donaueschingen

Donauverlauf 1793 östlich der FF-Residenz in Donaueschingen


Im Vortrag durch Wasser-und Umweltingenieure des Amtes für Wasser- und Bodenschutz im Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis wird neben einer Charakterisierung der Fließgewässer auf der Baar (Gewässernetz, Einzugsgebiete, Morphologie, Abflussregime) der Einfluss des Menschen auf die Gewässer, vor allem die wasserbaulichen Veränderungen im Rahmen der Siedlungsentwicklung, der gesellschaftlichen Randbedingungen dargestellt und der mittlerweile erfolgte Bewusstseinswandel vom Gewässerausbau zur Gewässerentwicklung dargestellt. Baute man die Gewässer bis vor 30 Jahren noch massiv aus, um sie für die Siedlungsentwicklung und Bewirtschaftung in der Fläche zu „zähmen“ und in ihre „Schranken“ zu weisen, zeigten sich im Laufe der Zeit die negativen Auswirkungen in Form von Verschärfungen der Hochwassergefahr und nicht zuletzt durch den Verlust wertvoller Lebensräume. Seit ca. 20 Jahren – auch unter den veränderten gesellschaftlichen Randbedingungen – wird durch gezielte Maßnahmen versucht diese Entwicklung zu korrigieren. Nicht zuletzt die EUWasserrahmenrichtlinie aus dem Jahre 2000 hat hier maßgeblich Ziele zum guten ökologischen Zustand der Fließgewässer vorgegeben. Und es lassen sich mittlerweile auch Erfolge hin zur „Flußlandschaft 2030 auf der Baar“ verzeichnen, die als positive Beispiele und Ausblick zum Abschluss des Vortrages vorgestellt werden sollen.

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