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 Politische Jugendkulturen in den 1970er Jahren

Vortrag und Podiumsdiskussion

>> Fotoalbum

>> Vorbericht (Sk 9.3.13)

Wer sich an die politische Jugendkultur der 1970er Jahre erinnert, stößt bald auf Extreme: Es gab die Hippies, die durch lange Haare, zerfranste Hosen und bunte Tücher Aufmerksamkeit auf sich zogen, sich aber um traditionelle Formen der politischen Auseinandersetzung wenig scherten. Es gab politisch Aktive, die sich entweder in den Jugendorganisationen der etablierten Parteien oder in einer der zahlreichen linken K-Gruppen engagierten. Und es gab einige wenige, die sich terroristischen Gruppen wie der RAF anschlossen. Insgesamt stellten die Linken unter den Jugendlichen eine deutliche Mehrheit. Die Sympathie für die Politik der in Bonn regierende sozialliberale Koalition war groß, ob es um Willy Brandts Ostpolitik ging, die volle Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder die großzügige Schüler- und Studentenförderung durch das BaFöG. 

 Jugendliche am Fürstenberg-Gymnasium
in den 70ger Jahren

Eine nationalistische oder nationalsozialistische Gesinnung traf man nur bei einigen Alten an. Die NPD war zwar 1968 mit über neun Prozent in den baden-württembergischen Landtag gewählt worden, trat aber 1972 schon gar nicht mehr zur Landtagswahl an und erhielt bei der Bundestagswahl 1972 nur 0,6 % der abgegeben Stimmen. Das es eine Wehrsportgruppe Hoffmann gab, bei der sich junge Männer in fränkischen Wäldern zu paramilitätischen Übungen trafen, wurde erst richtig bekannt, nachdem die Gruppe im Januar 1980 durch den Innenminister Baum verboten worden war. Da die terroristische Bedrohung durch die RAF so prägend war in diesen Jahren nach dem Herbst 1977, hielten viele die Hoffmann-Aktivitäten für unbedeutende, etwas verschrobene NS-Folklore. Das änderte sich durch die Oktoberfestbombe, die der in Donaueschingen aufgewachsene Gundolf Köhler gebaut hatte und die am 26. September 1980 unter immer noch ungeklärten Umständen zündete und dabei 13 Menschen tötete und mehr als 200 zum Teil sehr schwer verletzte. Der ehemalige Schüler des Donaueschinger Fürstenberg-Gymnasiums Köhler wie auch der mutmaßliche Mörder vom Shlomo Levin und Frida Poeschke am 19. Dezember 1980 hatten Kontakte zur Wehrsportgruppe Hoffmann. Gundolf Köhler und die Opfer seiner Bombe sind Thema zweier Filme, die in den kommenden Monaten zum Teil auch in Donaueschingen produziert werden. 

Jugendliche am Fürstenberg-Gymnasium
in den 70ger Jahren

Der Baarverein in Kooperation mit der vhs Baar und dem Fürstenberg-Gymnasium hat zwei ehemalige Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums zusammen mit den Filmemachern eines dieser Filmprojekte zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Peter Henning wird in einem Einleitungsreferat Ergebnisse seiner Recherchen präsentieren. Anschließend werden die schon damals politisch aktiven ehemaligen Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums Georg Egender und Lothar Wölfle mit Peter Henning und Claudia Prietzel über „Politische Jugendkulturen in den 1970er Jahren“ diskutieren. Die Moderation übernimmt Friedemann Kawohl, der Vorsitzender der Abteilung Geschichte des Vereins für Geschichte und Naturgeschichte der Baar. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, den 14. März um 19.30 Uhr in der Aula des Donaueschinger Fürstenberg-Gymnasiums in der Humboldtstr. 1. Der Eintritt ist frei.

>> Presseberichte  Südkurier   /  Schwarzwälder Bote   (16.3.13)

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