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Donnerstag,    2. Februar 2012,    19 Uhr,    Franziskaner Konzerthaus,


Der Sternenhimmel im Grabhügel vom Magdalenenberg. Archäologische und
astronomische Betrachtungen


Dr. Allard Mees und Prof. Dr. Bruno Deiss,


Die neuen Forschungsergebnisse zum Keltischen Fürstengrab Magdalenenberg
sorgen weiterhin für Schlagzeilen. Berichtet wird über die Entdeckung des
Archäologen Dr. Allard Mees vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum:
"Die Anordnung der Gräber um das zentrale Fürstengrab am Magdalenenberg stimmt mit
den Sternenbildern des nördlichen Himmels überein", sagte der Archäologe im
jüngsten Bericht.

Am 2. Februar wird Dr. Allard Mees seine Forschungsergebnisse in
Villingen vorstellen.

Während alle Sterne am östlichen Horizont immer an derselben Stelle aufgehen,
pendeln die Aufgangsorte von Sonne und Mond zwischen nördlichen und südlichen
Wendepunkten. Die Sonne vollführt diese Positionsänderung im Jahresrhythmus, der
Mond etwa innerhalb eines Monats. Dieses Phänomen kann als Basis für die
Konstruktion eines Sonnen- sowie eines Mondkalenders dienen und war auch den
Menschen der Eisenzeit bekannt. Im Gegensatz zu den festen Sommer- und
Winterwenden der Sonne variieren die Mondwenden von Jahr zu Jahr. Im Rhythmus
von etwa neunzehn Jahren (genauer: 18,62) erreicht der Mond seinen südlichsten
Aufgangsort: die Große Südliche Mondwende.

Im Vortrag erläutert Dr. Allard Mees, Oberkonservator am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz, die Strukturen innerhalb des Fürstengrabs vom Magdalenenberg bei Villingen-Schwenningen. In diesem Grabhügel wurden riesige, auf die Mondwenden zielende Pfahlreihen angebracht.
Zusätzlich ist in der Anordnung der Gräber ein Sternenhimmel erkennbar, der den
nächtlichen Himmel zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende darstellt.
Schon  Caesar und andere antike Autoren berichten von der großen Bedeutung des Mondes
für die keltische Kultur. In der monumentalen Grabanlage vom Magdalenenberg
nimmt diese Mondkultur der Kelten sichtbar Gestalt an.
Dr. Bruno Deiss, Professor für Astrophysik an der Frankfurter Goethe-Universität und Wissenschaftlicher Direktor des Physikalischen Vereins, vermittelt die astronomischen Grundlagen der Sonnen- und Mondzyklen. Archäologische Befunde der frühkeltischen Anlagen vom Glauberg und Mont Lassois legen nahe, dass die Große Mondwende im keltischen Kulturraum ein bedeutsames Ereignis darstellte.


Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Verein für Geschichte und
Naturgeschichte der Baar, dem Heimat- und Geschichtsverein Villingen und
dem Freundeskreis Städtische Museen in Villingen-Schwenningen statt.
 




Gesamtplan des Fürtengrabhügels Magdalenenberg mit eingetragenen
Sternbildern und Anordnung der Gräber, Bildnachweis: A. Mees, RGZM

 

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