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 Mittwoch / 13.11./ 19:00 Uhr / Vortrag

Projekt Nils Holgersson

Moderne GPS-Telemetrie und Sensoren helfen

Tiere zu verstehen und zu schützen

Dr. Wolfgang Fiedler, MP-Institut für Ornithologie, Radolfzell

In Kooperation mit dem Fürstenberg-Gymnasium, Projekt „Campus FG“

Ort : Donaueschingen, Fürstenberg-Gymnasium, Humboldstraße 1

 

 

Storch mit Sender

 

Freilandbiologen und Artenschützer stehen regelmäßig vor der Frage,  wo sich ein Tier wann befindet und was es dort tut. Die traditionelle Vogelberingung, die bis heute zum Standardwerkzeug der Vogelkunde gehört, hat zahllose wertvolle Informationen zu Zugstrecken und Überwinterungsgebieten von Zugvögeln  geliefert und kann dies auch weiterhin tun. Wenn es um eine räumlich und zeitlich sehr präzise  Verfolgung von Tieren bis in entlegenste Gebiete  geht, stößt die Beringung jedoch an Grenzen, die mit moderner Mikroelektronik überwunden werden können. Bereits heute steht eine breite Palette an Loggern, Transmittern, Transpondern und Sendern zur Verfügung, die es uns erlaubt, immer näher am Tier dran zu bleiben ohne es zu stören und immer mehr Details von ihm zu erfahren  – ganz im Sinne der Idee von Kinderbuchautorin Selma Lagerlöf, deren kleiner Nils Holgersson den Zug der Wildgänse dadurch miterleben durfte, dass er der Gans Akka auf dem Rücken saß. Während dieser Weg für die Wissenschaft leider wenig realistisch sein dürfte, können wir heute bereits neben dem Aufenthaltsort eines Tiers  viele weitere Informationen wie Körperbewegungen, Körpertemperatur, Herzrate, Energieverbrauch, Tauchtiefe und mehr  erfahren und gewinnen so zahlreiche neue, teils atemberaubende Einblicke in ihr Leben. Mit einer weiteren Miniaturisierung der Aufzeichnungsgeräte ist zu rechnen, so dass auch kleine und kleinste Tiere wie Schmetterlinge und Libellen damit ausgestattet werden können. Zugleich erfolgte kürzlich der Start von ICARUS, einem neuartigen Beobachtungssystem für Tierwanderungen aus dem Weltraum. Anhand zahlreicher spannender Beispiele führt Dr. Wolfgang Fiedler in die Welt der Wildtierbeobachtung über Telemetrie ein.

 

 

 Erdkröte mit Sender

 

                                                  Foto Quelle und Copyright Dr. Wolfgang Fiedler

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