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 Mittwoch / 15.01. / 19:00 Uhr / Vortrag

In Freislers Fängen

Das Leben und Sterben von Raimund Faller, hingerichtet 1944

Harald Ketterer und Evelyn Mrohs-Ketterer, Löffingen-Bachheim

In Kooperation mit dem Fürstenberg-Gymnasium, Projekt “Campus FG“

Ort : Donaueschingen, Fürstenberg-Gymnasium Humboldtstraße 1

 

 Foto : Ida und Raimund Faller /  Quelle : Harald Ketterer

Am 27. März 1944 wurde der aus Unadingen stammende Raimund Faller im Gefängnis Berlin-Brandenburg wegen Wehrkraftzersetzung hingerichtet. Dies war in seiner Heimatgemeinde bekannt, die genauen Umstände hingegen wusste niemand. Wie kam es zu diesem schrecklichen Ende von Raimund Faller? Harald Ketterer aus Löffingen-Bachheim wollte es genau wissen und erforschte das Leben seines Urgroßonkels Raimund dessen  Ehefrau Ida. Es stellte sich heraus, dass sich die entscheidenden Dokumente  im Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde befinden. Anhand der ausführlichen Gerichtsakten konnte der Leidensweg von Raimund Faller beginnend mit der Anzeige durch einen ehemaligen Kamerad im August 1943 bis zu seiner Hinrichtung im März 1944 nachvollzogen werden. Überraschend war, dass der Vorsitzende des Volksgerichtshof Roland Freisler höchstpersönlich das Urteil über Raimund Faller sprach. Und es stellte sich heraus, dass Raimund Faller wegen dem Verstoß gegen das Rundfunkgesetzt zum Tode verurteilt wurde. Er hatte Feindsender gehört und dies ohne Bedenken einem ehemaligen Kameraden erzählt. Dieser berichtete an die Gestapo in Karlsruhe und das Verhängnis nahm seinen Lauf. Nachdem Raimund Faller bereits im Jahr 1937 wegen Verbreitung von illegalen Zeitschriften zu zwei  Jahren Zuchthaus  verurteilt wurde, hat sich im Kriegsjahr 1944 die politische Lage soweit verschärft, dass nun ein geringeres Vergehen bereits unerbittlich zur Todesstrafe führte. Ida wandte sich noch persönlich an Adolf Hitler und versuchte so das Leben ihres Gatten zu retten. Zu dieser Zeit verbot sich Hitler aber die Weiterleitung von Gnadenbriefe an ihn. Einzelschicksale hatten keine Bedeutung mehr. 

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