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2005:  200 Jahre Baarverein

Nach mehrjähriger Vorbereitung gründete am 19. Januar 1805 der Immendinger Reichsfreiherr Friedrich Roth von Schreckenstein mit einer Gruppe rühriger Gelehrter, darunter der Germanist und Handschriftensammler Joseph von Laßberg, die "Gesellschaft der Freunde vaterländischer Geschichte und Naturgeschichte an den Quellen der Donau".

Nach Art einer Akademie wurden nur ausgewiesene Fachleute gewählt und zur Mitgliedschaft eingeladen. Nach fruchtbarer Tätigkeit, vornehmlich auf naturwissenschaftlichem Gebiet, wurde die Gesellschaft durch die Mediatisierung und die napoleonische Herrschaft ökonomisch geschwächt, war aber weiterhin unter dem Landschaftsphysikus Dr. Meinrad von Engelberg bis 1820 tätig. Einzelne Gelehrte arbeiteten bis 1835 weiter, so Dr. Wilhelm Rehmann, und später sein Neffe, Dr. Emil Rehmann. Sie bauten auch die Fürstlichen Sammlungen auf.

So konnte der Neubeginn 1842 nahtlos  anschließen. Treibende Kraft war der Gymnasiumsdirektor Carl Borromäus Fickler, durch dessen Aktivitäten sich auch die Forschungsrichtung änderte: archäologische und historische Forschungen traten in den Vordergrund. Die Struktur des Gelehrtenzirkels wurde beibehalten. Diese zweite Phase kam infolge der revolutionären Ereignisse von 1848/49 und den dadurch motivierten Weggang Ficklers wiederum nach außen zum Erliegen. Erneut blieb jedoch mit Dr. Emil Rehmann, der auch die Fürstlich Fürstenbergischen  Sammlungen weiter betreute, die personelle Kontinuität gewahrt.

Fürst Karl Egon III. hatte inzwischen seine Privatbibliothek wissenschaftlich interessierten Bürgern geöffnet und 1868 einen Neubau für die Sammlungen erstellen lassen. Dadurch beflügelt, gelang am 19. Januar 1870 - dem Datum des Beginns von 1805 - die Wiederbegründung des Vereins unter fürstlichem Protektorat.

Mit dem erweiterten Ziel, allgemein den Sinn für Geschichte und Naturwissenschaften zu beleben, wurde der elitäre Gelehrtenzirkel in eine offene, mitgliederstarke Vereinigung umgewandelt. Seitdem erscheinen auch die Schriften des Vereins für Geschichte und Naturgeschichte der Baar anfangs jährlich, später meist in zweijährigem Abstand und seit 1995 als Jahresgabe, inzwischen 54 Bände, die weit über Baden-Württemberg hinaus beachtet werden.

Der Verein ist heute in der Öffentlichkeit meist als Baarverein  bekannt. Seine Tätigkeit umfasst Vorträge zur Geschichte (Kunst-, Kultur-, Kirchengeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Territorialgeschichte, Archäologie und Denkmalspflege) und Naturgeschichte (Erdwissenschaften, Klimakunde, Fauna, Flora, Geobotanik, Ökologie, Land- und Forstwirtschaft) im Bereich der Baar und benachbarten Gebieten. Dazu treten mehrere meist halbtägige Exkursionen und mindestens eine ganztägige Jahresexkursion.

Sie gelten entweder einzelnen Fachthemen oder, besonders auf Ganztagsexkursionen, allen landeskundlichen Aspekten. "Kleine Abende" geben Mitgliedern Gelegenheit, über eigene Studien oder Studienreisen zu berichten. Die Jahrbücher Schriften der Baar  vermitteln Forschungsergebnisse zu diesem Raum in allgemein verständlicher Form und sind ein Forum sowohl für größere Untersuchungen als auch für kleine Mitteilungen und Funde, die für Mitglieder und eine interessierte Öffentlichkeit wissenswert sind.

Sonderbände wie der Exkursionsführer "Die Baar - Wanderungen durch Landschaft und Kultur" (1972), der Tagungsband "Die Baar zwischen Frühgeschichte und Gegenwart" (1999) und ein Exkursionsführer "Baarwanderungen - Streifzüge durch Landschaft und Kultur mit Prominenten der Region" (2004)  ergänzen das Spektrum.

Der Verein steht im gegenseitigen Schriftentausch mit rund 125 Institutionen und kooperiert mit Vereinigungen ähnlicher Zielrichtung. Seit 1968  ist er auch als gemeinnütziger Verein eingetragen.


Eine ausführliche Darstellung der Vereinsgeschichte finden Sie in den
Schriften des Baarvereins Nr. 48 / 2005 (Jubiläumsjahr 200 Jahre Baarverein)


 

VOLKER SCHUPP

Die Gründung der "Gesellschaft der Freunde vaterländischer Geschichte an den Quellen der Donau" im Spiegel der geistesgeschichtlichen Strömungen der Zeit

Festvortrag zum 200-jährigen Jubiläum, gehalten in Donaueschingen am 22. Januar 2005

>> Download (pdf)

Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar Donaueschingen e.V.  | info@baarverein.de