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 Veranstaltung außerhalb des Baarvereins-Jahresprogrammes 

Vichy an der Donau.
Als Frankreich am Ende des Zweiten Weltkriegs in Sigmaringen war.
Eine Lesung mit Jürgen Schütz
 

Im September 1944 rückte das kleine Sigmaringen, das bisher von den Schrecken des Krieges verschont geblieben war, von heute auf morgen ins Zentrum der großen Politik. Die Vichy-Regierung mit Staatsoberhaupt Marschall Pétain, Ministerpräsident Laval und einem Teil ihrer Minister an der Spitze richtet sich auf Geheiß Hitlers im Schloss des Fürsten von Hohenzollern und in der darunter liegenden Stadt mit einer Truppe von Milizionären und zweitausend zivilen Franzosen wie in Klein-Frankreich ein. Während die Alliierten sich unerbittlich der Donau nähern und sich der Schraubstock immer enger zusammenzieht, geben sich die Mitglieder der Vichy-Regierung im Schloss ihren internen Reibereien und Eitelkeiten hin, halten die Propaganda aufrecht und träumen von Macht und dem Fortbestand der Regierung. Andere sind in Passivität versunken und versuchen, ihre trübe Vergangenheit wegzuwischen. Aber Sigmaringen ist nur eine Illusion. Der Krieg rückt unaufhaltsam an die Donaustadt heran. Der Untergang des Dritten Reiches steht unmittelbar bevor. Acht Monate nach ihrer Ankunft werden alle diese Franzosen fliehen müssen, um ihre Haut zu retten.

 

 

Pétain und Hitler am 24. Oktober 1940 in Montoire
Bild-Quelle: Wikipedia


In unserer Lesung mit dem Übersetzer des historischen Romans „Sigmaringen“ von Pierre Assouline wird die Geschichte aus der Perspektive von Julius Stein greifbar, dem oberster Butler der Hohenzollernfamilie. Stets nahe am Schauplatz des Geschehens geräuschlos agierend, hört, sieht, erfährt er alles.

 

                                   Sigmaringen-Schloss-Hohenzollern heute_©Juergen_Schuetz


 

Deutsche Ausgabe

 

Französische Erstausgabe

Das vorgestellte Werk (dt.Ausgabe) kann an diesem Abend käuflich erworben werden. 

Im September 1944 erlebte ein kleiner Flecken Deutschlands mit Namen Sigmaringen, der bisher von den Schrecken des Krieges verschont geblieben war, von heute auf morgen mit der Ankunft der Vichy-Regierung einen der finstersten Abschnitte der französischen Geschichte: an der Spitze Marschall Pétain und Präsident Laval, ihre Minister, eine Truppe von Milizionären und zweitausend zivile Franzosen, die der Bewegung gefolgt sind, darunter ein gewisser Céline.
Für ihre Aufnahme hatte ihnen Hitler das Schloss des Fürsten von Hohenzollern, seit Jahrhunderten die Herren der Örtlichkeiten, zur Verfügung gestellt. Alles liegt von nun an in den Händen von Julius Stein, oberster Butler der erlauchten Adelsfamilie. Stets nahe am Schauplatz des Geschehens geräuschlos agierend, hört, sieht, erfährt er alles.
Während die Alliierten sich unerbittlich der Donau nähern und sich der Schraubstock immer enger zusammenzieht, richtet sich Sigmaringen als Klein-Frankreich ein. Skandale, Verrat, Spionagegerüchte, Eifersüchteleien, das Exil hat die Leidenschaften nicht ausgelöscht. Manche träumen von Legitimität, andere davon, eine trübe Vergangenheit wegzuwischen oder ihre Ambitionen noch zu befriedigen.
Aber Sigmaringen ist nur eine Illusion. Der Untergang des Dritten Reiches steht unmittelbar bevor, und acht Monate nach ihrer Ankunft werden alle diese Franzosen fliehen müssen, um ihre Haut zu retten.
Nichts von diesem Schattenspiel entgeht Julius Stein. Seine diskrete Liebesaffäre mit Jeanne Wolfermann, der Verwalterin des Marschalls, wird ihn dazu führen, aus seiner Zurückhaltung auszubrechen und Partei zu ergreifen.


Vollbesetzter Saal der Bibliothek des Fürstenberg-Gymnasium 

 

Jürgen Schütz bei der Lesung 

Bereit zum Verkauf: Der Büchertisch, betreut von Schülerinnen der Oberstufe am FG 



Fotos: E.Kern, Mario Mosbacher

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