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 Mittwoch  / 21.06 /19:30 Uhr / Vortrag

Felsbrüter im Südwesten

Die Wiederbesiedlung des Schwarzwaldes durch Wanderfalken.

Uhus und Kolkraben in den letzten fünfzig Jahren

Fabian Mauz, Kirchzarten / Dr. Frank Rau, Freiburg

Ort: Donaueschingen Evangelisches Gemeindehaus, Max-Egon-Str. 21a 

 

 Fotograf Bernd Zeller

In vielen Regionen speziell der nördlichen Hemisphäre brachen im Zeitraum 1950 bis 1975 die Populationen des Wanderfalken großflächig, schnell und dramatisch zusammen. Um 1972 war der Wanderfalke in Baden-Württemberg und besonders auch im Schwarzwald vor allem durch den verstärkten Einsatz des Pestizids DDT fast ausgestorben. Bereits zuvor waren durch die rigorose menschliche Verfolgung die anderen beiden großen Felsbrüter, Uhu und Kolkrabe, landesweit ausgerottet.

Durch die intensiven Schutzmaßnahmen der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW) ab 1965 und dem DDT-Verbot 1972 konnten sich die Wanderfalken wieder erfolgreich ausbreiten. Von diesen Maßnahmen profitierten auch die anderen beiden Arten und zeitversetzt zum Anstieg der Wanderfalkenpopulation etablierten sich durch natürliche Einwanderung und Ausbreitung auch wieder Uhus und Raben in nahezu allen Landesteilen.

Für die Wanderfalken erwiesen sich die Hochlagen und die Talschluchten des südlichen Schwarzwalds als ein Kerngebiet, in dem auch nach dem Tiefststand der 1970er Jahre die ersten erfolgreichen Bruten verzeichnet wurden und das in den Folgejahren intensiv besiedelt wurde. Die Wiederbesiedlung des mittleren und nördlichen Schwarzwalds erfolgte zeitverschoben und. die Ausbreitung der Wanderfalken im Oberrhein-Tiefland bis heute noch nicht vollständig abgeschlossen. Auch die Kolkraben besiedelten zuerst die waldreichen Gebiete des südlichen Schwarzwalds, wohingegen die Uhus die Randlagen des Schwarzwalds bevorzugten.

Die Wiederbesiedlung des Landes Baden-Württemberg mit Wanderfalken, Uhus und Kolkraben nach deren Bestandstiefs des 20. Jahrhunderts ist eine Erfolgsgeschichte des ehrenamtlichen Naturschutzes. Die Bestandsentwicklung und Verbreitung der felsbrütenden Arten in Baden-Württemberg und besonders im Bereich des Schwarzwalds werden für den Zeitraum 1965-2016 dargestellt und diskutiert.

 

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