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 Vortrag 

Rudi Suchant stellt den „Generalwildwegeplan“ am 6.2. beim Baarverein vor

 

  

Überfahrener Fuchs im Bereich eines traditionellen „Fernwechsels“
Quelle: FVA

Der Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar  nimmt sich eines Problems von beachtlicher ökonomischer und ökologischer Tragweite an. Referent ist Rudi Suchant, der den Generalwildwegeplan (GWP) Baden-Württemberg und seine Bedeutung für die Baar bzw. deren Randgebiete der interessierten Öffentlichkeit vorstellen wird. Der gebürtige Donaueschinger ist Leiter des Fachbereichs Wildökologie in der FVA, er hat dort maßgebliche Impulse bei der Entwicklung des Plans gesetzt. Tausende von Wildunfällen jährlich auf den Straßen im Lande - davon einige mit schweren Folgen für das Leben und bzw. die Gesundheit der betroffenen Personen - sind nicht nur ein Fall für die die Versicherungen. Sie treffen direkt die Populationen unserer Wildtiere und hier besonders die größeren Säugetiere, die an bestimmte Ausbreitungsrouten gebunden sind. 

Ein Wildtunnel ermöglicht die gefahrlose Querung vielbefahrener Straßen
Quelle: FVA

Auf diesen „Wanderkorridoren“ (vom Jäger in Anlehnung an die lokal begrenzten Wildwechsel „Fernwechsel“ genannt) kommt es dann gehäuft zu unerfreulichen Begegnungen mit Kraftfahrzeugen, die bislang von einer großen und bislang schweigenden Mehrheit als schicksalhafter Tribut an die Mobilität der Gesellschaft hingenommen wurden. Lange Jahre wurde kaum ein Gedanke daran „verschwendet“, bei Neu- und Ausbau von Verkehrswegen diesen Aderlass auszuschließen oder zumindest auf ein vertretbares Niveau zu senken. Im Gegenteil hat sich die Zahl der Kollisionen laufend erhöht und die Zerschneidung von Lebensräumen dramatisch zugenommen. Auch wenn bei der Planung von regionalen Infrastrukturmaßnahmen schon seit längerem auf naturschutzrechtlich relevante Tierarten Rücksicht genommen wird, gab es lange Zeit keine rechtliche Verpflichtung zur Miteinbeziehung der Interessen „normaler“ Wildtierarten wie Reh, Wildschwein und Hirsch. Das hat sich geändert, seit 2010 der „Generalwildwegeplan“ (GWP) für Baden-Württemberg zur verbindlichen Grundlage raumplanerischen Verfahren erklärt wurde. Dieser Entscheidung waren umfangreiche Untersuchungen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg vorausgegangen, die die Existenz derartiger Wanderkorridore für Großsäugetiere eindrucksvoll belegten. Von entscheidender Bedeutung für deren Linienführung sind laut FVA - zumindest für die vorwiegend waldbewohnenden Arten - große unzerschnittene Waldflächen. Sie sind die wichtigsten Ausgangspunkte für eine Besiedlung oder Durchwanderung angrenzender Lebensräume und damit auch zur Vernetzung von ansonsten isolierten Teilpopulationen. Eine Sicherung dieser Flächen vor weiterer Verkleinerung oder Zerstückelung ist das Hauptziel des GWP. Dabei wird die Erhaltung /Förderung eines lokalen oder regionalen Biotopverbunds mit im Auge behalten, wie dies am Beispiel der in der Rheinebene nachgewiesenen Wildkatze gut demonstriert werden kann. Darüber hinaus zeigt der Plan Schwerpunkte auf, wo Handlungsbedarf bei bereits fertiggestellten Baumaßnahmen besteht. Sie sind meist durch eine auffällig hohe Dichte der Wildunfälle gekennzeichnet, die allein schon nach begrenzenden Maßnahmen wie die Lenkung des ziehenden Wildes mittels Zäunen und den Gewohnheiten des Wildes angepassten Brücken bzw. Unterführungen ruft.


 

Der Hirschsprung im Höllental – nur der Legende nach ein Wanderkorridor. Rotwild zieht lieber entlang von Bergrücken und vermeidet steile Felsgebiete. Quelle : Baarverein


Pressebericht SchwaBo 8.2.13


Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar e.V. (Baarverein)
 
Mittwoch | 06.02. | 19:30 | Vortrag

Vorsicht Wildwechsel!

Die Bedeutung des Generalwildwegeplans für die Baar

Dr. Rudi Suchant, Freiburg

Donaueschingen-Allmendshofen Hotel Grüner Baum 

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